Die deutsche Baukonjunktur steht weiterhin unter massivem Druck, wobei die Fertigstellungen auf einem Tiefstand verharren. Das Ifo-Institut hat seine Prognosen für die Jahre 2027 und 2028 nach unten korrigiert und rechnet nun mit weniger als 200.000 neuen Wohnungen pro Jahr. Damit wird die bereits bestehende Flaute am Wohnungsmarkt voraussichtlich fortgesetzt.
Obwohl die Bundesregierung Maßnahmen zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für den Wohnungsbau implementiert hat, bleiben die Effekte begrenzt. Viele bereits genehmigte Projekte scheitern in der Umsetzung an der Finanzierung. Insbesondere die hohen Zinsen erschweren es den Entwicklern, die notwendigen Mittel für die Realisierung der Vorhaben zu sichern.
Zusätzlich belasten deutlich gestiegene Baukosten die Branche, während die staatliche Bauförderung gleichzeitig zurückgegangen ist. Diese Kombination aus steigenden Ausgaben und sinkenden Zuschüssen verschärft die wirtschaftliche Lage der Bauunternehmen. Die Finanzierungslücke verhindert, dass genehmigte Bauvorhaben tatsächlich in bewohnbare Wohnungen umgewandelt werden.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, will der Bund den Wohnungsbau durch das Gesetz für den Gebäudetyp E ankurbeln. Dennoch warnen die Forscher des Ifo-Instituts, dass administrative Vereinfachungen allein nicht ausreichen, solange die finanzielle Belastung durch Zinsen und Kosten hoch bleibt. Die Prognosen unterstreichen die anhaltende Instabilität im Sektor der Wohnungsneubauten.




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