![]()
Der Modekonzern Hugo Boss hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem leichten Umsatzrückgang, aber einer deutlichen Steigerung der Profitabilität abgeschlossen. Der Umsatz fiel um ein Prozent auf 4,27 Milliarden Euro, währungsbereinigt stieg er jedoch um zwei Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um acht Prozent auf 391 Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 9,2 Prozent entspricht. Der Nettogewinn belief sich auf 249 Millionen Euro, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten.
Die positive Entwicklung wurde maßgeblich von einem robusten vierten Quartal getragen. In den letzten drei Monaten des Jahres 2025 wuchs der währungsbereinigte Konzernumsatz um sieben Prozent. Das EBIT stieg überproportional um 22 Prozent auf 154 Millionen Euro, wodurch sich die operative Marge im Quartal auf 12,0 Prozent verbesserte. Vor Steuern erzielte das Unternehmen im Schlussquartal 140 Millionen Euro, nach 112 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Quartalsgewinn belief sich auf 109 Millionen Euro.
Für das laufende Jahr 2026 bestätigte das Management die bereits im Dezember angekündigte vorsichtige Prognose. Hugo Boss erwartet einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Das EBIT soll auf 300 bis 350 Millionen Euro sinken. Das Unternehmen hat das Jahr als Übergangsjahr deklariert, in dem ein Rückgang von Umsatz und Gewinn in Kauf genommen wird, um sich strategisch neu auszurichten und mittelfristig wieder an frühere Profitabilitätsniveaus anzuknüpfen. Analysten erwarten im Konsens für 2026 einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro und ein EBIT von 317 Millionen Euro.
Die gesteigerte Profitabilität im abgelaufenen Jahr ist vor allem auf gezielte Einsparungen zurückzuführen. Trotz der schwachen Wirtschaftsentwicklung und des leichten nominalen Umsatzrückgangs gelang es dem Konzern, seine operative Marge um 80 Basispunkte zu verbessern. Die Aktie von Hugo Boss reagierte positiv auf die Veröffentlichung der Zahlen und legte an der Börse deutlich zu. Die Leistung unterstreicht die Fähigkeit des Unternehmens, in einem herausfordernden Marktumfeld durch Kostendisziplin Ergebnisse zu erzielen.

Die Schweizer Aktien eröffnen den Handel am Donnerstag deutlich schwächer. Belastet wird der Markt vor allem von erneut stark steigenden Ölpreisen und der Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Berichte über Angriffe auf Tanker und die Schliessung von Ölterminals haben die Rohölpreise über die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar je Barrel getrieben. Dieses Niveau schürt weltweit Inflationsängste und nährt Befürchtungen, dass die Zinsen länger hoch bleiben oder weiter steigen könnten.
Anlegern bietet die koordinierte Freigabe von Öl aus strategischen Reserven bislang kaum Orientierung. Die Ankündigung der Internationalen Energieagentur (IEA) und der US-Regierung habe sich als «homöopathisches Beruhigungsmittel» entpuppt, das lediglich Symptome lindere, heisst es in einem Marktkommentar. Händler verweisen darauf, dass eine nachhaltige Entspannung erst mit der Sicherung und Wiederbelebung der Schifffahrt rund um die Strasse von Hormus zu erwarten wäre. Bis dahin dürfte die ausgeprägte Volatilität im Energiesektor das Börsengeschehen weiter dominieren.
Zusätzlichen Druck bringt die US-Handelspolitik. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat neue Untersuchungen gegen eine breite Gruppe von Handelspartnern angekündigt, darunter China, Mexiko, die Europäische Union und mehr als ein Dutzend weiterer Volkswirtschaften – auch die Schweiz steht auf der Liste. Ziel dieser Initiativen ist es, die sogenannten reziproken Zölle zu ersetzen, die zuletzt vom Obersten Gerichtshof der USA für rechtswidrig erklärt worden waren. Die Rückkehr des Zollthemas auf die politische Agenda verstärkt die Verunsicherung an den Märkten.
Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Stimmung an den internationalen Börsen eingetrübt, die Kurstafeln sind überwiegend rot. In Zürich kommt hinzu, dass der SMI von einzelnen Schwergewichten zusätzlich gebremst wird: So werden etwa die Roche-Bons ex-Dividende gehandelt und ziehen den Leitindex überproportional nach unten. Marktteilnehmer rechnen damit, dass der Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, Energieschock und handelspolitischen Risiken auch in den kommenden Sitzungen eine zentrale Rolle zukommt – eine schnelle Rückkehr zu einem stabileren Umfeld ist aus heutiger Sicht nicht absehbar.