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Vaudoise Asset Management AG erweitert nach der endgültigen Übernahme der Procimmo Group AG im Sommer ihren Verwaltungsrat um zwei zusätzliche Mitglieder. An einer ausserordentlichen Generalversammlung am 1. Oktober wurden Cornel Widmer und Frédéric Traimond in das Gremium gewählt, wie die Versicherungsgesellschaft in Lausanne mitteilte. Mit dem Schritt will die Gruppe das Wachstum im Geschäft mit Asset Management für Dritte gezielt begleiten und die Governance der Immobilien- und Anlagetocher stärken.
Vaudoise Asset Management fungiert als Eigentümerin der Procimmo Group AG, der Berninvest AG sowie der Vaudoise Real Estate AG und ist damit ein zentraler Pfeiler für indirekte Immobilienanlagen innerhalb der Gruppe. Die Erweiterung des Verwaltungsrats erfolgt vor diesem Hintergrund als strukturelle Anpassung an die gewachsene Bedeutung des Segments. Dem Gremium gehören neu fünf Personen an: Neben den beiden Neuzugängen sitzen bereits Vaudoise-CEO Jean-Daniel Laffely als Präsident, Finanzchef Christoph Borgmann sowie Investmentchef Reto Kuhn im Verwaltungsrat.
Mit Cornel Widmer zieht ein profilierter Immobilienexperte als unabhängiger Verwaltungsrat in das Führungsgremium ein. Widmer war von 2012 bis 2026 als Global Head of Real Estate bei der Zurich Insurance Group tätig und verantwortete dort die weltweite Immobilienstrategie. Er verfügt über einen Master of Science in Real Estate der Universität Zürich und war beziehungsweise ist in verschiedenen Verwaltungsräten von Unternehmen und Immobilienfonds im In- und Ausland engagiert. Seine Ernennung soll die Immobilienkompetenz der Vaudoise Asset Management insbesondere im Bereich institutioneller und indirekter Anlagen untermauern.
Frédéric Traimond bringt als stellvertretender Generaldirektor der Vaudoise-Gruppe zusätzlich gruppeninterne Steuerungs- und Risikokompetenz in das Gremium ein. Er ist Chief Risk Officer und leitet das Departement Risiken, Aktuariat und Rückversicherung. Seit 2018 verantwortet Traimond zudem die Pensionskasse der Vaudoise Versicherungen und präsidiert deren Anlagekommission. Der ausgebildete Aktuar verfügt über breite Erfahrung in Versicherung, institutionellen Anlagen und Asset Liability Management und ist bereits in mehreren Verwaltungsräten der Gruppe vertreten. Mit seiner Wahl spiegelt der Verwaltungsrat der Vaudoise Asset Management stärker die Verzahnung von Risiko-, Anlage- und Immobilienstrategie innerhalb der Gruppe wider.

Während die Dieselpreise in Teilen Italiens neue Höchststände erreichen, zeichnet sich in Luxemburg eine spürbare Entspannung ab – und in Deutschland profitieren Autofahrer nur eingeschränkt von Steuererleichterungen. In Südtirol kletterte der Dieselhöchstpreis in Bozen Medienberichten zufolge auf 2,288 Euro pro Liter und lag damit am Mittwoch über dem Durchschnitt auf den italienischen Autobahnen. Dort wurden im Schnitt 2,287 Euro pro Liter Diesel fällig. Im gesamtstaatlichen Vergleich ist Südtirol damit weiterhin Spitzenreiter bei den Preisen.
Auch in anderen italienischen Regionen zogen die Dieselpreise deutlich an. In Trient stieg der Selbstbedienungspreis auf 2,274 Euro pro Liter, ein Anstieg um 1,1 Cent binnen eines Tages. Die stärksten Preissprünge wurden jedoch nicht in den teuersten Regionen verzeichnet, sondern im Nordosten und im Westen des Landes: In Friaul verteuerte sich ein einmaliges Volltanken von 50 Litern Diesel um 1,25 Euro, in Ligurien um 1,20 Euro, im Latium um 1,15 Euro. Auf den Autobahnen wurden Tagesanstiege von bis zu zwei Cent je Liter registriert. Der Präsident der nationalen Verbraucherunion, Massimiliano Dona, wirft der Regierung in Rom vor, zu wenig gegen die Preisanstiege zu unternehmen, und warnt vor möglichen Folgen für die Inflation.
Parallel dazu zeigt sich in Luxemburg ein gegenteiliger Trend. Dort wird Diesel nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ab Mitternacht um 6,2 Cent je Liter günstiger und kostet dann 1,995 Euro. Damit fällt der Preis unter die Marke von zwei Euro. Die Benzinsorten Super 95 und Super 98 bleiben stabil bei 1,837 Euro beziehungsweise 2,049 Euro je Liter. Auch Heizöl wird in Luxemburg billiger: Bei Abnahme von mindestens 1.500 Litern sinkt der Literpreis am Mittwoch ebenfalls um 6,2 Cent auf 1,477 Euro. Der Großherzogtum bewegt sich damit preislich klar unter dem Niveau vieler Regionen in Italien.
In Deutschland wiederum kommt eine bereits beschlossene Steuerentlastung für Autofahrer nur begrenzt an. In Sachsen-Anhalt senkte die Bundesregierung vor rund einer Woche die Steuern auf Kraftstoffe um 17 Cent pro Liter. Laut dem Portal Benzinpreis-blitz kostete Super E10 am Mittwochnachmittag im Landesdurchschnitt 2,12 Euro pro Liter und damit lediglich rund sieben Cent weniger als am Nachmittag vor Inkrafttreten des Rabatts. Der Dieselpreis lag bei 2,19 Euro pro Liter, rund 15 Cent unter dem Vorkrisenniveau. Die Entlastung erreicht damit nicht vollständig die angekündigte Höhe, zudem spielt laut den Erhebungen die Uhrzeit eine wesentliche Rolle: Je nach Tageszeit fällt der Vorteil für Verbraucher unterschiedlich aus.
Im europäischen Vergleich entstehen damit deutliche Preisunterschiede für Dieselverbraucher. Während Italien mit Rekordständen in Teilen des Landes und spürbaren Tagesanstiegen im Fokus steht, nutzt Luxemburg den Spielraum für Preissenkungen. Deutschland versucht, über Steuersenkungen gegenzusteuern, bislang mit begrenzter Durchschlagskraft an der Zapfsäule. Für Verbraucher bleibt das Umfeld volatil – und die Frage, in welchem Umfang staatliche Eingriffe und Marktbewegungen künftig tatsächlich im Portemonnaie der Autofahrer ankommen.