Rauchschwalben im Anflug: Frühjahrsstart für Deutschlands Vogelwelt

07.04.2026


Mit dem Einzug des Frühlings kehren zahlreiche Zugvögel nach Deutschland zurück oder erholen sich von einem Winter, den Fachleute als ungewöhnlich harsch beschreiben. Dennoch haben die meisten Arten die kalte Jahreszeit vergleichsweise gut gemeistert, sagt Martin Rümmler, Vogelschutzexperte beim Naturschutzbund (Nabu). Entscheidend für das Überleben sei dabei weniger die Temperatur gewesen als der Zugang zu Nahrung.

Schnee und Eis legten vielerorts wichtige Nahrungsquellen lahm. Zu-gefrorene Gewässer machten es Wasservögeln wie Enten und Schwänen schwer, offene Wasserflächen zu finden. Auch fischfressende Arten wie Eisvogel oder Kormoran gerieten unter Druck, weil sie in den vereisten Habitaten schlechter an Beute kamen. Bodenbewohnende Vögel, die auf Samen oder Insekten angewiesen sind, litten unter geschlossener Schneedecke – beim Rebhuhn könnten die Verluste nach Einschätzung Rümmlers spürbar gewesen sein.

Trotz dieser Belastungen spricht der Experte von „normalen Populationsschwankungen“. Dass einzelne Arten im Winter leichte Bestandsrückgänge erleben, sei nicht ungewöhnlich. Wie stark sich die jüngste Kälteperiode tatsächlich auf die Vogelbestände ausgewirkt hat, werde sich frühestens im kommenden Jahr seriös beziffern lassen. Parallel zu den Aufräumarbeiten nach dem Winter schreitet die Rückkehr der Zugvögel voran: Aus den Winterquartieren südlich der Sahara treffen derzeit die Rauchschwalben ein, kurz darauf folgen die Mehlschwalben. Spätestens im Mai rechnet Rümmler damit, dass alle Brutvögel wieder im Land sind.

Eine weitere Belastung der vergangenen Monate war die Vogelgrippe. Besonders betroffen waren im Herbst die Kraniche. Auf ihrem Rückflug litten sie nach Angaben des Experten weiterhin unter dem Virus, wenn auch nur in vergleichsweise wenigen Fällen. Mögliche Gründe sieht Rümmler in einer Veränderung des Erregers oder in einer zunehmenden Immunität der Tiere. Vor allem aber ändere sich das Verhalten der Kraniche: Während sie auf dem Zug in den Süden große Sammelplätze nutzen, reisen sie auf dem Rückweg in kleineren Gruppen direkt in ihre Brutgebiete. Das reduziere die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung deutlich. Für ein gutes Frühjahr für die Vogelwelt sei nun vor allem wichtig, dass es nicht zu trocken werde, so der Vogelschützer.

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Swiss Prime Site Solutions hebt Fremdfinanzierung zurück und plant fünfte Kapitalerhöhung

05.04.2026


Der Swiss Prime Site Solutions Investment Fund Commercial (SPSS IFC) nutzt ein starkes Geschäftsjahr 2024/2025 als Basis für seine fünfte Kapitalerhöhung. Der Immobilienfonds hat seine strategischen Ziele nicht nur erreicht, sondern in zentralen Kennzahlen übertroffen. Die Ertragskraft wurde auf hohem Niveau stabilisiert, während die Kostenbasis weiter gesenkt werden konnte. Parallel dazu hat das Fondsmanagement die Bilanzstruktur deutlich gestärkt und die Fremdfinanzierungsquote von 40,7% auf 26,3% zurückgeführt.

Operativ legte der Fonds im Berichtsjahr kräftig zu: Die Totalerträge stiegen um 14,9%, während der Totalaufwand um 12,6% sank. Der Nettoerfolg erhöhte sich damit um 37% auf 17,2 Millionen Franken, die Betriebsgewinnmarge kletterte auf 79,4%. Der Leerstand im Portfolio blieb mit unter 2% auf einem sehr tiefen Niveau. Das Immobilienportfolio wuchs um 32 Millionen Franken auf 463 Millionen Franken; eine weitere Akquisition im Dezember 2025 brachte den Portfoliowert auf nahezu 500 Millionen Franken.

Auch auf Stufe Anlageergebnis legt der SPSS IFC zu. Die kumulierte Anlagerendite belief sich auf 6,4% nach 4,6% im Vorjahr und wurde von einer Cashflow-Rendite von 5,8% getragen. Seit Lancierung erzielte der Fonds per 30. September 2025 eine Outperformance von 15,9 Prozentpunkten gegenüber dem SWIIT-Index. Die im März und November 2025 überzeichneten Kapitalerhöhungen werden in der Mitteilung als Beleg für das anhaltend hohe Vertrauen der Investoren gewertet und bilden die Grundlage für den nächsten Finanzierungsschritt.

Die fünfte Kapitalerhöhung des SPSS IFC ist für April 2026 terminiert. Die Zeichnungsfrist läuft von Montag, 13. April, bis Freitag, 24. April 2026, 12.00 Uhr. Die Liberierung der neuen Fondsanteile ist für Donnerstag, 30. April 2026 vorgesehen. Die Transaktion erfolgt unter Wahrung der Bezugsrechte der bestehenden Anteileigner. Seit der Börsenkotierung vom 9. Dezember 2025 steht der Fonds auch privaten Anlegerinnen und Anlegern offen, die damit Zugang zu einem renditestarken, überwiegend kommerziell ausgerichteten Immobilienportfolio mit konservativerer Verschuldungsstruktur erhalten.