
Mit dem Einzug des Frühlings kehren zahlreiche Zugvögel nach Deutschland zurück oder erholen sich von einem Winter, den Fachleute als ungewöhnlich harsch beschreiben. Dennoch haben die meisten Arten die kalte Jahreszeit vergleichsweise gut gemeistert, sagt Martin Rümmler, Vogelschutzexperte beim Naturschutzbund (Nabu). Entscheidend für das Überleben sei dabei weniger die Temperatur gewesen als der Zugang zu Nahrung.
Schnee und Eis legten vielerorts wichtige Nahrungsquellen lahm. Zu-gefrorene Gewässer machten es Wasservögeln wie Enten und Schwänen schwer, offene Wasserflächen zu finden. Auch fischfressende Arten wie Eisvogel oder Kormoran gerieten unter Druck, weil sie in den vereisten Habitaten schlechter an Beute kamen. Bodenbewohnende Vögel, die auf Samen oder Insekten angewiesen sind, litten unter geschlossener Schneedecke – beim Rebhuhn könnten die Verluste nach Einschätzung Rümmlers spürbar gewesen sein.
Trotz dieser Belastungen spricht der Experte von „normalen Populationsschwankungen“. Dass einzelne Arten im Winter leichte Bestandsrückgänge erleben, sei nicht ungewöhnlich. Wie stark sich die jüngste Kälteperiode tatsächlich auf die Vogelbestände ausgewirkt hat, werde sich frühestens im kommenden Jahr seriös beziffern lassen. Parallel zu den Aufräumarbeiten nach dem Winter schreitet die Rückkehr der Zugvögel voran: Aus den Winterquartieren südlich der Sahara treffen derzeit die Rauchschwalben ein, kurz darauf folgen die Mehlschwalben. Spätestens im Mai rechnet Rümmler damit, dass alle Brutvögel wieder im Land sind.
Eine weitere Belastung der vergangenen Monate war die Vogelgrippe. Besonders betroffen waren im Herbst die Kraniche. Auf ihrem Rückflug litten sie nach Angaben des Experten weiterhin unter dem Virus, wenn auch nur in vergleichsweise wenigen Fällen. Mögliche Gründe sieht Rümmler in einer Veränderung des Erregers oder in einer zunehmenden Immunität der Tiere. Vor allem aber ändere sich das Verhalten der Kraniche: Während sie auf dem Zug in den Süden große Sammelplätze nutzen, reisen sie auf dem Rückweg in kleineren Gruppen direkt in ihre Brutgebiete. Das reduziere die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung deutlich. Für ein gutes Frühjahr für die Vogelwelt sei nun vor allem wichtig, dass es nicht zu trocken werde, so der Vogelschützer.

Nach dem nächtlichen Grossbrand an der Ruessenstrasse in Baar im Kanton Zug gehen die Strafuntersuchungsbehörden von vorsätzlicher Brandlegung aus. Mehrere Fahrzeuge waren am späten Abend des 28. September in Flammen aufgegangen und vollständig ausgebrannt. Die Ermittler stufen Brandstiftung als wahrscheinlichste Ursache ein, wie sie am Donnerstag über die Plattform X mitteilten.
Als die Feuerwehr kurz nach 22 Uhr am Einsatzort eintraf, standen bereits mehrere Autos in Vollbrand. Die Flammen hatten zu diesem Zeitpunkt schon auf ein angrenzendes Geschäftsgebäude übergegriffen. Durch einen raschen und koordinierten Löscheinsatz gelang es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Trotzdem entstand ein Sachschaden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken.
Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann aus Baar leicht verletzt. Er hatte gemeinsam mit seinen Kollegen versucht, sowohl die brennenden Fahrzeuge als auch das betroffene Geschäftsgebäude zu sichern. Die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern, doch mehrere Fahrzeuge wurden zerstört und Teile des Gebäudes erheblich beschädigt.
Die Kantonspolizei Zug hat in der Zwischenzeit Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen und wendet sich mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit. Personen, die vor, während oder nach dem Brand im Gebiet rund um die Ruessenstrasse verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Zuger Polizei unter der Telefonnummer 041 595 41 41 entgegen.