Die Junge SVP (JSVP) Luzern plädiert für einen grundlegenden Kurswechsel in der Altersvorsorge, um die langfristige Tragfähigkeit der AHV zu sichern. In einer aktuellen Medienmitteilung fordert die Partei, das Rentenalter auf 68 Jahre anzuheben. Gleichzeitig schlägt sie jedoch eine spezifische Ausnahme vor, die Eltern einen früheren Ruhestand ermöglichen soll.
Als zentrales Motiv dient eine sogenannte «Fertilitätskrise», die durch sinkende Geburtenzahlen befeuert wird. Im Kanton Luzern wurden 2025 rund 3.900 Babys geboren, was den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2009 markiert. Laut der JSVP stellt eine Geburtenziffer von weniger als 1,3 Kindern pro Frau den «Sargnagel» für das aktuelle System der Altersvorsorge dar.
Konkret sieht die Formel der Partei vor, dass das Rentenalter zwar bei 68 Jahren liegt, jedoch pro Kind ein Jahr früher in Pension gegangen werden darf. Die JSVP Luzern argumentiert, dass die Erziehung von Kindern einen wesentlichen Beitrag zum Fortbestand des Generationenvertrags leiste. Diese gesellschaftliche Leistung müsse sich folglich auch im Zeitpunkt des Renteneintritts widerspiegeln.
Parallel dazu positioniert sich die Partei gegen die am 29. November geplante Abstimmung über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung der 13. AHV-Rente. Statt auf Steuererhöhungen zu setzen, fordert die JSVP eine Politik, die gezielt die Geburtenrate steigert. Im Hinblick auf die Kantonsratswahlen 2027 erarbeitet die Organisation derzeit ein weiterführendes Konzept zu diesem Thema.



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