US-Präsident Donald Trump hat seine Planungen für die kommenden Zwischenwahlen zum Kongress kurzfristig angepasst. Er verzichtet auf zwei geplante Wahlkampfauftritte in den Bundesstaaten Kansas und Iowa. Stattdessen wird der 80-Jährige eine „große Anzahl“ virtueller „Telerallyes“ in verschiedenen Bundesstaaten abhalten. Sein letzter Live-Auftritt ist für Freitag in Florida geplant.
Das Republican National Committee (RNC) begründete diese Entscheidung damit, dass die Republikaner in Kansas und Iowa bereits „in einer starken Position“ seien. Daher würden die ursprünglich vorgesehenen Veranstaltungen in diesen Regionen nicht mehr stattfinden. Die strategische Umstellung erfolgt kurz vor dem Wahltag am 3. November, an dem über die Sitze im Repräsentantenhaus und Senat entschieden wird.
Parallel dazu kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Präsidenten und einem Reporter nach dessen Rückkehr aus South Carolina. Auf die Frage, ob er das Reisen satthabe, reagierte Trump aggressiv und bezeichnete den Journalisten als „krank“, „widerlich“ und „furchtbar“. Er forderte den Reporter zudem auf: „Bring dich mal in Form“, während er selbst betonte, er fühle sich großartig.
Die Spannungen treten in einer Phase auf, in der die Republikaner laut Meinungsforschern im Umfragetief stecken. Es besteht die Gefahr, die Mehrheit im Repräsentantenhaus sowie im Senat an die oppositionellen Demokraten zu verlieren. Obwohl Trump selbst nicht auf dem Stimmzettel steht, versucht er durch seine Aktivitäten, das Ergebnis der Wahlen noch zu beeinflussen.



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