Stabiler Eurokurs trotz geopolitischer Spannungen und steigender Ölpreise

27.03.2026


Am Devisenmarkt haben sich Euro und US-Dollar am Dienstag weitgehend richtungslos gezeigt. Im New Yorker Handel notierte die Gemeinschaftswährung zuletzt bei rund 1,1587 Dollar, nachdem sie am Nachmittag in Europa bei etwa 1,1585 Dollar gehandelt worden war. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs zuvor auf 1,1572 Dollar fest. Gegenüber dem Schweizer Franken bewegte sich der Dollar kaum und lag am Abend bei 0,7902, während das Währungspaar Euro/Franken mit Kursen um 0,9155 ebenfalls mehr oder weniger auf der Stelle trat.

Die politische Großwetterlage bleibt dagegen angespannt. Zu Wochenbeginn hatte US-Präsident Donald Trump ein Ultimatum an den Iran verlängert und damit zunächst Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg geweckt. Der Iran wies allerdings umgehend Berichte über Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts zurück. Inzwischen dauern die Kämpfe an, und die Unsicherheit an den Finanzmärkten bleibt hoch. Das zeigt sich auch an den wieder steigenden Ölpreisen nach einem deutlichen Rückgang zu Wochenbeginn. Zusätzlich entsandte Trump weitere Truppen in die Region.

Marktbeobachter rechnen damit, dass sich die Risikoprämie am Ölmarkt im Verlauf der Woche weiter aufbauen könnte. Entscheidend seien dabei Signale zu möglichen Gesprächen zwischen den Konfliktparteien und die Lage in der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport. "Die Risikoprämie am Ölmarkt, die gestern ausgepreist wurde, dürfte sich somit im Verlauf der Woche wieder langsam aufbauen, solange es nicht positive Nachrichten zu tatsächlichen Gesprächen gibt oder klar wird, dass diese Woche mehr Schiffe die Straße von Hormus passieren können", sagte Volkmar Baur, Devisenexperte bei der Commerzbank.

Für den Euro könnte das Umfeld nach Einschätzung von Analysten kurzfristig belastend bleiben. Der Dollar profitiert in geopolitisch angespannten Phasen häufig von seiner Rolle als Weltreservewährung und vom Umstand, dass die USA über große Erdölvorkommen verfügen. "Da die Korrelation zwischen dem Ölpreis und dem Wechselkurs momentan recht hoch ist, spricht dies dafür, dass der Euro im Wochenverlauf eher unter Druck bleiben dürfte", so Baur. Bislang halten sich die Ausschläge jedoch in engen Grenzen, Händler sprechen von einem nervösen, aber insgesamt ruhigen Handel ohne klare Richtung.

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Novartis kauft US-Biotech Excellergy und baut Immunologie-Geschäft aus

27.03.2026


Novartis treibt seine Wachstumsstrategie über Zukäufe weiter voran und plant die Übernahme des US-Biotechunternehmens Excellergy für bis zu 2 Milliarden US‑Dollar. Der Schweizer Pharmakonzern will sich damit stärker im Bereich Immunologie positionieren, insbesondere bei Nahrungsmittelallergien und anderen Erkrankungen, die mit allergischen Sofortreaktionen verbunden sind. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Hälfte 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.

Im Zentrum des Deals steht der Medikamentenkandidat Exl‑111, ein sogenannter Anti‑IgE‑Antikörper, der sich noch in einer frühen klinischen Testphase befindet. Das Mittel zielt darauf ab, das Immunglobulin E (IgE) zu blockieren, einen entscheidenden Auslöser allergischer Reaktionen. Nach Unternehmensangaben bietet der Ansatz einen differenzierten Wirkmechanismus, der – sofern er in Studien bestätigt wird – eine schnellere Symptomlinderung, eine stärkere Krankheitskontrolle und eine bequemere Dosierung ermöglichen könnte.

Novartis sieht Anwendungsfelder für Exl‑111 unter anderem bei Nahrungsmittelallergien, Nesselsucht und allergischem Asthma. Auch der Einsatz bei Kindern wird geprüft. Der Konzern erwartet, dass der Kandidat das bestehende Allergie-Portfolio ergänzen und die Position im umkämpften Markt für immunologische Therapien stärken kann. Excellergy ist auf Behandlungen von Lebensmittelallergien und verwandten Krankheitsbildern spezialisiert und passt damit in die strategische Ausrichtung der Basler.

Der Excellergy-Kauf reiht sich in eine Serie größerer Transaktionen bei Novartis ein. Erst in der Vorwoche hatte der Konzern den Erwerb eines Brustkrebs-Medikamentenkandidaten von Synnovation Therapeutics für bis zu 3 Milliarden US‑Dollar bekanntgegeben. Mit solchen Vereinbarungen will Novartis seine Entwicklungspipeline ausbauen und sich gegen absehbare Patentabläufe im bestehenden Portfolio wappnen.