Das Netzwerks 2030 anführen: WBBA startet offiziell AI-Net, eine weltweit maßgebliche Zertifizierung für Datenkommunikation

15.07.2026

BANGKOK, 16. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Auf dem Asia-Pacific Broadband Development Summit (BDS) hat die World Broadband Association (WBBA) offiziell AI-Net vorgestellt – eine weltweit maßgebliche Zertifizierung für die Datenkommunikation, die sich an Länder und Netzbetreiber rund um den Globus richtet. Als Meilenstein der digitalen Infrastruktur bietet die Zertifizierung eine strategische Leitlinie für globale Netzwerke beim Übergang von konnektivitätsorientierten Architekturen zu intelligenzgesteuerten Netzwerken. Damit wird die globale Infrastruktur vom „All-Cloud"-Zeitalter in das „All-Intelligence"-Zeitalter geführt und gleichzeitig die branchenweite Generationsentwicklung sowie die intelligente Transformation beschleunigt.

Derzeit verändert die KI die Weltwirtschaft grundlegend und stellt höhere Anforderungen an die Tragfähigkeit, Skalierbarkeit und Intelligenz der zugrunde liegenden Infrastruktur. Während die Branchen auf Net5.5G umstellen, spiegeln traditionelle Kennzahlen wie Bandbreite und Netzabdeckung die nationale Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter der Intelligenz nicht mehr wider. Daher hat die WBBA die AI-Net-Zertifizierung eingeführt, die sich auf drei neue Säulen konzentriert: nationale politische Leitlinien, kollaborative Branchenökosysteme und die Net5.5G-Verbreitungsrate. Dieses in hohem Maße quantifizierbare Bewertungssystem zielt darauf ab, den weltweiten Ausbau von Net5.5G zu beschleunigen, indem es politische Leitlinien auf höchster Ebene mit den Branchenökosystemen in Einklang bringt, um den technologischen Reifegrad systematisch zu bewerten.

Anlässlich der Einführung erläuterte die WBBA die bidirektionale Wirkung der AI-Net-Zertifizierung und hob dabei deren zwei Kernwerte hervor:

Erstens etabliert „Network for AI" Netzwerke als grundlegendes Fundament für intelligentes Computing und nicht nur als reine Übertragungskanäle. Durch die Bereitstellung deterministischer Leistung – gekennzeichnet durch hohen Durchsatz, null Paketverlust und extrem niedrige Latenz – entfaltet die moderne Netzwerkinfrastruktur das Potenzial der Intelligenz voll und ganz. Dies gewährleistet eine nahtlose, tiefgreifende Koordination zwischen Rechenleistung und Netzwerkplanung, bietet garantierte Erlebnisqualität bei elastischen Anforderungen und optimiert die Dateneffizienz für das Training und die Inferenz groß angelegter KI-Modelle.

Zweitens bringt „KI für das Netzwerk" native Intelligenz direkt in Geräte und Verwaltungsplattformen ein. Durch die tiefgreifende Integration von KI-Fähigkeiten wandeln sich Netzwerke von passiven Routing-Systemen zu aktiven kognitiven Systemen mit endogener Intelligenz, Selbstheilung und kontinuierlicher Selbstoptimierung. Dieser strukturelle Wandel treibt die Infrastruktur in Richtung eines hochautomatisierten „agentenbasierten" Betriebs und Wartungsmanagements sowie AN L4 voran, wodurch die betriebliche Komplexität drastisch reduziert und der Wartungsaufwand für globale Betreiber gemindert wird.

Die AI-Net-Bewertung umfasst sowohl makroökonomische als auch mikroökonomische Dimensionen. Auf makroökonomischer Ebene bewertet die Zertifizierung die Ausrichtung der nationalen Politik und die Bemühungen zum Aufbau der Branche. Zu den Schlüsselkriterien zählen politische Rahmenbedingungen auf höchster Ebene, die Net5.5G, IPv6 und intelligente Netzwerke verankern, sowie aktive Beiträge zu globalen Standards und zur Zusammenarbeit im Ökosystem. Auf mikroökonomischer Ebene bewertet die Zertifizierung Netzbetreiber anhand des von der WBBA auf dem MWC vorgestellten IP Network Development Index (IPDI), der die Intelligenz von Live-Netzwerken und die Ausbaudichte von Advanced IP/Net5.5G präzise misst, um Pioniere im Bereich Net5.5G zu identifizieren.

Über Weitverkehrsnetze hinaus erstreckt sich der Geltungsbereich der Zertifizierung auf durchgängige digitale Grundlagen und integriert hochgradig vernetzte Rechenzentrumsnetzwerke sowie umfassende endogene Sicherheitssysteme in ihre Kernkriterien. Diese multidimensionale Ausrichtung unterstreicht nicht nur die strategische Weitsicht eines Landes, sondern bestätigt auch die szenarioübergreifenden, hochsicheren Netzwerkfähigkeiten, die von führenden Betreibern in spezialisierten Sektoren wie automatisierter Logistik, Smart Retail und Smart Cities bereitgestellt werden.

„Als vertrauenswürdiger, branchenweit anerkannter Maßstab verwandelt AI-Net die ‚Four Forces' in messbare Fortschritte auf dem Weg zu ‚Network 2030'." In Zukunft wird die WBBA diese Zertifizierung nutzen, um einen globalen Konsens unter politischen Entscheidungsträgern, Normungsorganisationen und führenden Betreibern zu schaffen. Durch die Beschleunigung einheitlicher Standards und die Überwindung der digitalen Kluft wird die Initiative eine „KI-fähige" Netzwerkgrundlage schaffen, um die Branchen in Richtung der intelligenten Zukunft von 2030 voranzutreiben.

Informationen zur World Broadband Association:

Die World Broadband Association (WBBA) ist eine offene, multilaterale Organisation und Plattform, die Akteure der Cloud- und Breitbandbranche zusammenbringt, um die gemeinsamen Ziele der Maximierung des sozialen und wirtschaftlichen Nutzens von digitalem Ultrabreitband für alle weltweit anzugehen und voranzutreiben. Die WBBA setzt sich für die Vorteile ein, die Breitband weltweit für Unternehmen, Verbraucher und Bürger durch konvergierte Netzwerk- und Cloud-Infrastrukturen bieten kann.

AI-Net Certification

WBBA Director General Martin Creaner elaborating on the AI-Net Certification

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Finanzkrise in Wetzikon: Gericht gewährt GZO ein halbes Jahr Aufschub

15.06.2026

Das GZO Spital Wetzikon erhält für seine Sanierungsbemühungen mehr Zeit: Das zuständige Nachlassgericht hat die definitive Nachlassstundung letztmals um sechs Monate bis zum 19. Dezember 2026 verlängert. Damit reagiert das Gericht auf ein Übernahmeangebot, das dem Spital Ende März zugegangen ist und derzeit vertieft geprüft wird. Die Sachwalter hatten die Fristverlängerung beantragt, um die laufenden Verhandlungen mit einer nicht namentlich genannten Interessentin fortführen zu können.

Das Kaufangebot ist an mehrere Bedingungen geknüpft. Zentral ist laut Mitteilungen von Spital und Sachwaltern die gesicherte Übertragung beziehungsweise Neuerteilung der kantonalen Leistungsaufträge an eine neue Betreiberin. Erst wenn diese und weitere Bedingungen erfüllt sind, kann ein Verkauf zustande kommen. In diesem Fall rechnen die Sachwalter damit, den Gläubigern einen angepassten Nachlassvertrag mit potenziell besseren Konditionen vorlegen zu können. Die ursprünglich für Mitte Mai geplante Gläubigerversammlung war deshalb bereits im April verschoben worden.

Nach Angaben des Sachwalters sind die Voraussetzungen für die definitive Nachlassstundung weiterhin gegeben. Der laufende Spitalbetrieb gilt als stabil, die während der Nachlassstundung neu eingegangenen Verbindlichkeiten kann das GZO den Angaben zufolge aus dem operativen Geschäft bedienen. Bis zum Ende der nun verlängerten Frist soll der Betrieb in Wetzikon regulär weitergeführt werden. GZO und Sachwalter stehen nach eigenen Aussagen in engem Kontakt mit der Interessentin und wollen über das weitere Verfahren und einen neuen Termin für die Gläubigerversammlung informieren, sobald der Stand der Verhandlungen dies zulässt.

Das Spital Wetzikon befindet sich seit bald zwei Jahren in einer existenziellen finanziellen Krise. Auslöser ist vor allem eine Anleihe über 170 Millionen Franken, die im Juni 2024 hätte zurückgezahlt werden müssen. Da die Mittel dafür fehlten, wurde das Nachlassverfahren eingeleitet. Mit der nun gewährten letzten Verlängerung der Nachlassstundung bleibt dem GZO ein begrenztes Zeitfenster, um den Verkauf abzuschliessen und eine für Gläubiger tragfähige Lösung zu finden. Eine weitere Erstreckung der Frist ist rechtlich nicht vorgesehen.