Neue Studie zeigt, dass globale Unternehmen Schwierigkeiten haben, den vollen Nutzen ihrer Investitionen in Personalmanagement-Lösungen auszuschöpfen

20.08.2026

Eine neue Studie von Strada zeigt, dass eine Lücke zwischen den Systemkapazitäten und dem tatsächlich erzielten Nutzen besteht, wobei manuelle Überprüfungen und veraltete Prozesse nach wie vor weit verbreitet sind

THE WOODLANDS, Texas, 20. August 2026 /PRNewswire/ -- Eine neue Studie von Strada, dem führenden Anbieter von Personal-, Gehaltsabrechnungs- und Technologielösungen zur Vereinfachung des internationalen Personalmanagements, zeigt, dass viele Unternehmen trotz anhaltender Investitionen in moderne HR- und Gehaltsabrechnungstechnologien den angestrebten Nutzen noch nicht voll ausschöpfen. Infolgedessen sind manuelle Umgehungslösungen, veraltete Prozesse und parallele Systeme nach wie vor ein weit verbreitetes Merkmal der Lohn- und Personalverwaltung.

Der heute veröffentlichte Workforce Possibility Report 2026von Strada kommt zu dem Ergebnis, dass 77 % der großen Arbeitgeber, die eine umfangreiche HCM-Plattform implementieren oder nutzen, bei der Verwaltung der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie der Personalabläufe nach wie vor auf manuelle Überprüfungen, parallele Systeme oder Backups aus Altsystemen angewiesen sind. Die Ergebnisse deuten auf eine breitere Vertrauenslücke hin: Zwar sind die Systeme bereits vorhanden, jedoch noch nicht vollständig für den autonomen Betrieb optimiert, wodurch die Teams einem anhaltenden operativen Risiko ausgesetzt sind und der Nutzen von Transformationsprogrammen eingeschränkt wird.

Der Bericht, der auf einer weltweiten Umfrage unter Führungskräften aus den Bereichen Personalwesen, Finanzen, Betrieb und Technologie basiert, zeigt zudem, dass die erwarteten Vorteile von Transformationsprogrammen nicht in großem Umfang realisiert werden. In Bezug auf die wichtigsten Ergebnisse in den Bereichen Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Personalwesen gaben weniger als drei von zehn Unternehmen an, nennenswerte Fortschritte erzielt zu haben. Nur 23 % geben an, manuelle Aufgaben im Bereich der Lohn- und Gehaltsabrechnung deutlich reduziert zu haben, während lediglich 21 % von einer deutlichen Verbesserung des Vertrauens in die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften berichten, was eine anhaltende Diskrepanz zwischen den Systemfähigkeiten und der tatsächlichen Leistungsfähigkeit im Tagesgeschäft verdeutlicht.

Großunternehmen haben jahrelang in Personal- und Lohnabrechnungsplattformen investiert, in der Erwartung, mehr Vertrauen in die Daten, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Skalierbarkeit zu gewinnen. Für viele ist dieser Wert jedoch noch nicht voll ausgeschöpft, da Komplexität, Fragmentierung und nicht optimal abgestimmte Abläufe weiterhin die Leistung einschränken und die Ausführung verlangsamen.

Die Auswirkungen gehen über den operativen Bereich hinaus. 81 % der Unternehmen geben an, dass die Komplexität ihrer Belegschaft mittlerweile ihre Fähigkeit beeinträchtigt, ihre Geschäftsstrategie umzusetzen, was deutlich macht, wie sehr fragmentierte Systeme und nicht optimal gestaltete Prozesse zu einem Wachstumshemmnis werden. Die Lohnbuchhaltungsteams führen auch lange nach der Systemeinführung weiterhin manuelle Datenabgleiche durch, überprüfen die Ergebnisse und halten Ausweichprozesse aufrecht, wodurch Parallelabläufe entstehen, die die Effizienz und das Vertrauen beeinträchtigen.

Jenni Flaherty, Director of Payroll Product Strategy, kommentiert die Ergebnisse mit den Worten:

Wir beobachten starke und anhaltende Investitionen in Personal- und Gehaltsabrechnungstechnologie, doch viele Unternehmen sind noch dabei, deren vollen Nutzen zu erschließen. Unsere Untersuchungen zeigen, dass manuelle Überprüfungen und veraltete Prozesse dort weiterhin bestehen, wo die Systeme nicht vollständig optimiert oder integriert sind."

„Wenn diese Übergangslösungen fest etabliert sind, eröffnen sie Möglichkeiten, Systeme besser miteinander zu vernetzen und deren täglichen Betrieb zu verbessern. Unternehmen, die sich auf Optimierung und kontinuierliche Verbesserung konzentrieren, sind es, die mehr Effizienz, Vertrauen und langfristigen Wert schaffen."

Die Studie zeigt zudem, dass die Datentransparenz nach wie vor eine entscheidende Herausforderung darstellt. Nur 39 % der Unternehmen haben einen Echtzeit-Überblick über ihre gesamten weltweiten Lohn- und Gehaltskosten, obwohl diese zu den größten und sensibelsten Kostenfaktoren gehören. In vielen Fällen erfordert die Beantwortung grundlegender Fragen zur Belegschaft nach wie vor eine manuelle Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Systemen, was das Risiko von Verzögerungen, Fehlern und Fehlentscheidungen erhöht.

Der „Workforce Possibility Report 2026" von Strada stützt sich auf eine unabhängige Umfrage unter 405 Führungskräften in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in sieben globalen Märkten. Den vollständigen Workforce Possibility Report 2026 finden Sie hier: https://stradaglobal.com/de/workforcepossibility 

Hinweis für Redakteure

Der „Workforce Possibility"-Bericht von Strada wurde unabhängig erstellt und spiegelt die Erkenntnisse von Führungskräften wider, die in großen Unternehmen in den folgenden Märkten für Personalwesen, Gehaltsabrechnung und Personalverwaltung zuständig sind: Großbritannien, Nordamerika, Australien, Singapur, Frankreich, Deutschland und die Niederlande. 

Informationen zu Strada

Strada ist ein führender Anbieter von Personal-, Lohn- und Gehaltsabrechnungs- sowie Technologielösungen, der das internationale Personalmanagement vereinfacht. In 180 Ländern entwickelt und liefert Strada auf Cloud-Technologie basierende, mitarbeiterorientierte Lösungen, die Unternehmen beim Wachstum unterstützen und es den Mitarbeitern ermöglichen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. www.stradaglobal.com

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AmiGo-Projekt: Autonome Postautos sollen ab 2027 fahrerlos fahren

15.06.2026

Postauto treibt den Einsatz autonomer Fahrzeuge in der Ostschweiz voran und bereitet nach eigenen Angaben Europas grösstes Robo-Taxi-Netz vor. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat dem Unternehmen eine Ausnahmebewilligung erteilt, damit die speziell ausgerüsteten E-Autos im St. Galler Rheintal sowie in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden automatisch verkehren dürfen. Seit dem 1. Juni sind die Fahrzeuge in einem rund 80 Quadratkilometer grossen Gebiet unterwegs – vorerst noch zu Testzwecken und mit Sicherheitsfahrerinnen und -fahrern an Bord.

Herzstück des Projekts ist die Flotte von bis zu 25 sogenannten "AmiGo"-Fahrzeugen, die im Endausbau mit Automatisierungsgrad Level 4 fahren sollen. Postauto kooperiert dafür mit Apollo Go, der Robotaxi-Sparte des chinesischen Technologiekonzerns Baidu. Die Fahrzeuge werden im typischen Postauto-Gelb lackiert und elektrisch betrieben. Während der Testphase dürfen die Sicherheitsfahrer ihre Hände vom Lenkrad nehmen; sie können jedoch jederzeit eingreifen, wenn die Situation es erfordert – etwa an unübersichtlichen Verzweigungen oder bei forsch auftretendem Gegenverkehr.

Im Alltagstest auf einer festgelegten Route in Altstätten (SG) zeigt sich das System laut Projektbeteiligten bereits weitgehend stabil, auch wenn der Fahrkomfort in Kurven noch nicht an einen menschlichen Chauffeur heranreicht. Auffällig ist das sehr defensive Verhalten, etwa vor Fussgängerstreifen, wo das Fahrzeug früh abbremst, selbst wenn sich Personen noch in einiger Entfernung befinden. Gesteuert wird der Betrieb zusätzlich aus einer Leitstelle, in der Operatorinnen und Operatoren die Fahrten überwachen und bei Bedarf aus der Ferne eingreifen können.

Der reguläre Betrieb mit fahrerlosen Fahrzeugen ist ab 2027 vorgesehen. Postauto plant, dass Fahrgäste in der Region ihre autonome Fahrt dann probeweise per App buchen können. Astra-Direktor Jürg Röthlisberger sieht im automatisierten Fahren eine grosse Chance und spricht dem Projekt das Potenzial eines "Gamechangers" zu. Es ist nicht der erste Versuch mit selbstfahrenden Fahrzeugen in der Schweiz, aber nach Umfang und Einsatzgebiet der bislang weitreichendste. Die Technologie soll schrittweise verfeinert und insbesondere für ländliche Regionen erprobt werden, in denen flexible, bedarfsgesteuerte Angebote die bestehende Grunderschliessung ergänzen könnten.