Das Studententeam „Solar Team Eindhoven" stellt Stella Juva vor: Der weltweit erste solarbetriebene Krankenwagen

16.07.2026

EINDHOVEN, Niederlande, 16. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Das niederländische Studententeam „Solar Team Eindhoven" hat ein neues Konzept für nachhaltige medizinische Mobilität vorgestellt: Stella Juva. Das Team hat sich zum Ziel gesetzt, die medizinische Versorgung in Regionen zugänglich zu machen, in denen die Infrastruktur und die Treibstoffversorgung begrenzt sind.

Fürsorge ohne Grenzen und ohne Treibstoff

Stella Juva ist der weltweit erste Rettungswagen, der vollständig mit Solarenergie betrieben wird und gleichzeitig die gesamte medizinische Ausrüstung an Bord mit Strom versorgt. Das Fahrzeug wird am 21. Juli 2026 offiziell vorgestellt. Das Konzept bietet eine direkte Alternative für Regionen, in denen der Zugang zur Gesundheitsversorgung derzeit durch Treibstoff- oder Stromknappheit eingeschränkt ist. Eine vollständige Projektübersicht einschließlich Fotos finden Sie auf der Projektseite von bei Tuningsupply unter.

Bewährte Technologie aus Eindhoven

Das Team kann auf eine beeindruckende Innovationsbilanz zurückblicken: Die Studenten aus Eindhoven haben in Australien vier Mal in Folge die Cruiser-Klasse der Bridgestone World Solar Challenge gewonnen. Das Know-how für Stella Juva stützt sich auch auf Projekte wie Stella Terra, das weltweit erste Offroad-Solarfahrzeug, das mehr als 1.000 km quer durch Marokko zurückgelegt hat.

„Die Stärke dieses Projekts liegt darin, dass wir auf dem vorhandenen Fachwissen europäischer Experten aufbauen können", sagt Steven Swinkels, Technical & Event Manager beim Solar Team Eindhoven. „Wir arbeiten mit lokalen Fachpartnern zusammen, darunter das niederländische Unternehmen Tuningsupply, das für die Lieferung wichtiger Wilwood-Brems- und Fahrwerkskomponenten zuständig ist. Dadurch können wir Technologien entwickeln, die für den praktischen Einsatz bereit sind."

Praxistests bei humanitären Organisationen

Im August 2026 wird das Team den Solarkrankenwagen in der Praxis testen, indem es geplante Einsatzorte lokaler Nichtregierungsorganisationen besucht. Die Tests werden zeigen, wie Stella Juva die Patientenversorgung unterstützen und medizinische Geräte an Orten, die mit herkömmlichen Rettungsdiensten nur schwer zu erreichen sind, sicher aufladen und betreiben kann.

Über das Solar Team Eindhoven

Das Solar Team Eindhoven ist ein interdisziplinäres Studententeam an der Technischen Universität Eindhoven, das innovative, solarbetriebene Mobilitätslösungen entwickelt.

Über Tuningsupply

Tuningsupply ist ein in den Niederlanden ansässiger Anbieter von Spezialkomponenten für die Automobilbranche, der Ingenieurteams und Fachleute aus der Automobilbranche in ganz Europa beliefert.

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.