MUSCAT, Oman, 15. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Der Future Fund Oman (FFO), ein Portfolio der Oman Investment Authority (OIA), des Staatsfonds des Sultanats Oman, hat ein neues Paket von 105 strategischen Projekten und Investitionen im Wert von 1,744 Milliarden US-Dollar angekündigt, während das Sultanat Oman seine wirtschaftliche Diversifizierung vorantreibt.
Das Portfolio umfasst Zusagen von FFO in Höhe von 585 Millionen US-Dollar sowie lokale Investitionen in Höhe von rund 458 Millionen US-Dollar und deckt die Bereiche erneuerbare Energien, fortschrittliche Fertigung, Tourismus, Gesundheitswesen, Medizintechnik, Innovation und Lebensmittelindustrie ab.
„Dieses Portfolio lenkt Kapital in Sektoren, die auf nationaler Ebene Priorität haben, und stärkt Omans Attraktivität für globale Investoren", sagte Seine Exzellenz Mulham Al Jarf, stellvertretender Präsident für Investitionen bei der Oman Investment Authority. Er wies darauf hin, dass sich der Fonds darum bemüht habe, sich als wirtschaftlicher Impulsgeber und vertrauenswürdiger Investitionspartner zu etablieren.
Die international bedeutendsten Investitionen des Portfolios binden Oman in globale Lieferketten ein. Das Flaggschiff des Unternehmens, Orion Solar, wird in der SOHAR Freezone eine integrierte Produktionsstätte für Solarzellen und -module mit einer Jahreskapazität von sechs Gigawatt errichten – die erste ihrer Art im Nahen Osten und ein Meilenstein bei der Lokalisierung der Wertschöpfungskette im Solarbereich. Daneben wird das „Gallant Industrial Project" jährlich 66.000 Tonnen Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterial produzieren, einen Kernbestandteil von Batterien für Elektrofahrzeuge, und so das Sultanat an die schnell wachsenden Märkte für saubere Energie und Energiespeicherung anbinden.
Der Fonds baut zudem Kapazitäten in den Bereichen Tourismus, Technologie und Ernährungssicherheit auf. Das Unternehmen unterstützt das „As' Sodah Island Resort", ein integriertes Projekt, das sich über rund 10 Kilometer unberührte Küste erstreckt, sowie das „Terminal 11", Omans erstes integriertes Innovationszentrum, das Start-ups, Risikokapitalgeber und Forscher unter einem Dach vereint. Weitere Investitionen umfassen Alma, einen Hersteller von Tiernahrung, der die maritimen und weidewirtschaftlichen Ressourcen Omans nutzt, sowie XCyber, ein staatliches Cybersicherheitsunternehmen, das künstliche Intelligenz einsetzt, um kritische nationale Infrastrukturen zu schützen – beides im Rahmen des gemeinsamen Fonds von ewpartners und FFO.
Das Paket zieht zudem bedeutendes internationales Kapital ins Land. FFO hat jeweils 200 Millionen US-Dollar in Vivo Capital, einen weltweit führenden Life-Sciences-Fonds, und in Certares, einen internationalen Investor im Tourismus- und Gastgewerbesektor, investiert und einen neuen Gesundheitsinvestitionsfonds mit einem Kapital von 130 Millionen US-Dollar aufgelegt, um die medizinische Industrie vor Ort zu stärken und die Versorgungsqualität zu verbessern.
Neben Großprojekten unterstützt FFO weiterhin Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen in jeder Wachstumsphase – von der Gründungsphase über die frühe Wachstumsphase bis hin zu etablierten Unternehmen.
Der Fonds wurde 2024 mit einem Kapital von 5,2 Milliarden US-Dollar gegründet, um die wirtschaftliche Erholung in Oman nach der COVID-19-Pandemie anzukurbeln. Er baut weiterhin spezialisierte Partnerschaften auf, die globales Fachwissen und Wissenstransfer in vorrangige Sektoren im gesamten Sultanat Oman bringen. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung der FFO von „ " bei der Umsetzung der „Oman Vision 2040" durch wirtschaftliche Diversifizierung, Risikokapitalinvestitionen und die Gewinnung von ausländischem Kapital. Investoren, Unternehmer und Institutionen, die an diesen Möglichkeiten interessiert sind, können sich über die Zielbranchen informieren und sich über die digitale Plattform des Fonds unter, www.futurefund.om und bewerben.
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Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.
Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.
Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».
Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.
Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.