Xinhua Silk Road: Finanzakteure aus dem Globalen Süden besuchen Ningbo in Ostchina, um industrielle und kulturelle Innovationen zu erkunden

03.04.2026

BEIJING, 3. April 2026 /PRNewswire/ -- Eine Delegation aus Regierungsvertretern, Führungskräften aus der Finanzbranche und Wirtschaftsführern, die am „Global South Financiers Forum 2026" teilnahmen, besuchte kürzlich Ningbo in der ostchinesischen Provinz Zhejiang und besichtigte dort hochmoderne Technologieanlagen sowie Stätten des immateriellen Kulturerbes.

Photo shows the delegation of 2026 Global South Financiers Forum visiting the National Graphene Innovation Center in Ningbo, east China's Zhejiang Province.

Die erste Station der Gruppe war das Nationale Graphen-Innovationszentrum, ein wichtiges Forschungszentrum für Chinas strategischen Sektor für neue Werkstoffe. Die Mitarbeiter vor Ort stellten die neuesten Anwendungen der Graphen-Technologie in den Bereichen Energieeffizienz, Gesundheitswesen und Industrieausrüstung vor.

Besondere Aufmerksamkeit erregte eine mit Graphen verstärkte Kühlweste, die entwickelt wurde, um die Hitzebelastung für Arbeiter im Freien und in Fabriken zu verringern; die Delegierten blieben stehen, um sie genauer zu begutachten.

„So sollte Technologie aussehen – nicht nur Daten im Labor, sondern etwas, das die Arbeitsbedingungen gewöhnlicher Menschen wirklich verbessert", sagte Luis René Fernández Tabío, Professor an der Universität von Havanna.

Carlos Huerta, Direktor des Industrieparks Nogales in Mexiko, sagte, der Besuch habe ihm ein neues Verständnis für die Fähigkeiten von Ningbo vermittelt. „Ich hatte nicht erwartet, dass Ningbo im Bereich der neuen Werkstoffe so weit fortgeschritten ist. Dies eröffnet echte Möglichkeiten für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern in diesem Sektor", sagte er.

Die Delegation besuchte auch das Red Peony International Home. Die Teilnehmer malten Pfingstrosenmotive mit traditionellen Pinseltechniken, eine Tätigkeit, die viele als meditativ empfanden.

„Eine Blume hat viele Schichten, genau wie eine Kultur", sagte Luz María García, Geschäftsführerin der chilenischen Vereinigung für Technologieinformation. „Der Vorgang hat mich zur Ruhe kommen lassen. Ich glaube, das ist es, was man ‚Handwerksgeist' nennt."

In einem lokalen Handwerkerdorf im Bezirk Zhenhai stellten die Delegierten gemeinsam mit lokalen Handwerkern Ningbos traditionelle Klebreisbällchen her und probierten sich im Bambusflechten. Anschließend besuchten sie das Ningbobang-Museum, das die Geschichte der Stadt als bedeutenden Hafen seit der Antike und den Aufstieg der weltweit einflussreichen Gemeinschaft der „Ningbo-Kaufleute" dokumentiert.

„Die Art und Weise, wie sie damals in die Welt hinausgingen, hat viel mit dem gemeinsam, was wir heute über die Zusammenarbeit im Globalen Süden diskutieren: den Aufbau von Beziehungen auf der Grundlage von Vertrauen", sagte Tabío.

Original-Link: https://en.imsilkroad.com/p/350013.html

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Schweizer Regierung balanciert Menschenrechte, Umweltschutz und Wettbewerbsfähigkeit

05.04.2026

Der Bundesrat schärft die Regeln für die Verantwortung von Grossunternehmen und orientiert sich dabei explizit an neuen, abgeschwächten Vorgaben der Europäischen Union. Kern des Vorhabens ist das Gesetz über die nachhaltige Unternehmensführung (NUFG), das als indirekter Gegenvorschlag zur zweiten Konzernverantwortungsinitiative dienen soll. Die Initiative selbst lehnt die Landesregierung ab, wie sie bereits im Herbst kommuniziert hat. Die Vorlage befindet sich bis zum 9. Juli in der Vernehmlassung.

Ziel des NUFG ist es nach Angaben des Bundesrats, sicherzustellen, dass grosse Schweizer Unternehmen menschenrechtliche Standards einhalten und Umweltbelange berücksichtigen, ohne ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden. Vorgesehen sind spezifische Sorgfaltspflichten zu Menschenrechten und Umwelt. Erfasst würden die rund dreissig grössten Unternehmen des Landes. Damit beschränkt der Bundesrat den Adressatenkreis im Vergleich zu früheren Debatten deutlich.

Gleichzeitig will die Regierung den Kreis der Firmen verkleinern, die zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet sind. Künftig sollen noch etwa 100 Unternehmen entsprechende Berichte vorlegen müssen, aktuell sind es rund 200. Damit reagiert der Bundesrat auf Befürchtungen aus der Wirtschaft vor übermässiger Regulierung und versucht, Berichtsaufwand und regulatorische Dichte zu reduzieren, während zentrale Transparenzpflichten erhalten bleiben.

Neu gesetzlich verankert werden sollen zudem Haftungsregeln, die Verstösse gegen die vorgesehenen Sorgfaltspflichten sanktionierbar machen. Für die Durchsetzung der Normen plant der Bundesrat eine nationale Aufsicht. Diese Aufgabe soll der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) übertragen werden. Sie würde damit neben ihrer bisherigen Rolle in der Prüfungstätigkeit von Revisionsunternehmen eine zusätzliche Regulierungs- und Kontrollfunktion im Bereich der nachhaltigen Unternehmensführung übernehmen.