Die Opiumproduktion in Afghanistan hat laut aktuellen Daten des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien massiv zugenommen. Die Produktion ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einen extrem hohen Stand gestiegen. Dieser Anstieg erfolgt in einem Land, das derzeit von den islamistischen Taliban regiert wird.
Konkret berichtet die UNO, dass die Produktion innerhalb eines Jahres um 400 Prozent gestiegen ist. Dies bedeutet, dass sich die Menge an hergestelltem Opium im Vergleich zum Vorjahr effektiv verfünffacht hat. Die Zahlen verdeutlichen eine drastische Trendwende bei der Drogenproduktion in der Region.
Die aktuelle Entwicklung steht im direkten Widerspruch zu den politischen Maßnahmen der Landesführung. Die Taliban hatten im Jahr 2022 ein offizielles Verbot für den Anbau von Schlafmohn sowie für die Herstellung von Opium verhängt. Diese staatliche Maßnahme sollte die Produktion illegaler Betäubungsmittel im Land beenden.
Dennoch zeigen die Daten des UNODC, dass die Produktion nun erstmals wieder gestiegen ist. Die massiven Zuwächse belegen, dass das Verbot von 2022 in der Praxis nicht nachhaltig gegriffen hat. Die UNO dokumentiert damit eine signifikante Rückkehr zur großflächigen Opiumherstellung in Afghanistan.




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