Die Einwohnergemeinde Baar plant für das Jahr 2027 einen beachtlichen Budgetüberschuss von 46,9 Millionen Franken. Trotz notwendiger hoher Investitionen stuft die Gemeinde ihre Finanzen in einer offiziellen Mitteilung als gesund ein. Die Stimmbevölkerung wird am 9. Dezember an einer Gemeindeversammlung über das Budget sowie den künftigen Steuerfuss entscheiden.
Die kalkulierten Einnahmen belaufen sich auf rund 207,3 Millionen Franken, während die Ausgaben auf 160,3 Millionen Franken geschätzt werden. Die Steuereinnahmen sollen dabei knapp 161 Millionen Franken erreichen. Gleichzeitig steigen die Kosten für Pflegeleistungen sowie die Beiträge an den Zuger Finanz- und Lastenausgleich, während der Personalaufwand stabil bleibt.
Zusätzlich sind Nettoinvestitionen in Höhe von 60,7 Millionen Franken vorgesehen. Diese Mittel fließen primär in den Ausbau von Schulen, der Sport- und Freizeitinfrastruktur sowie in weitere gemeindliche Liegenschaften. Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert Finanzvorstand Mark Gustafson (FDP) mit einem erwarteten Überschuss von rund 63,3 Millionen Franken ein noch besseres Ergebnis.
In Bezug auf die Besteuerung hält der Gemeinderat am Steuerfuss von 49 Prozent fest, nachdem dieser zuvor von 51 Prozent gesenkt wurde. In Verbindung mit einem beschlossenen Rabatt läge der effektiv angewendete Steuerfuss bei gut 47,5 Prozent. Die Finanzkommission plädiert hingegen aufgrund der erwarteten Überschüsse mehrheitlich für eine weitere Senkung auf 47 Prozent.
Der Finanzplan für die Jahre 2027 bis 2031 wird als "erfreulich" beschrieben. Laut Mark Gustafson kann die Gemeinde ihre Investitionen auch künftig aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanzieren. Er betont jedoch, dass dies kein Grund für Übermut sei, da der Investitionsbedarf weiterhin hoch bleibt.




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